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Bonsai Pflege: gießen, schneiden und mehr

Wie gut kennst Du deinen Bonsai? Vewöhnst Du deinen Baum mit der richtigen Pflege? Hier erfährst Du alles Wissenswerte zu der Bonsai Pflege!

Bonsai gießen 

Das Gießen des Bonsai Baums ist von vielen Faktoren abhängig. Beispielsweise sind es die Temperatur oder der Standort der Pflanze. Wir müssen Dich enttäuschen, leider gibt es somit keine festen Faustregeln für das Gießen aller Bonsai Bäume. Aber einen Trick:

Um den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens zu ermitteln, solltest Du Deinen Zeigefinger ca. einen Zentimeter tief in die Erde stecken. Dadurch merkst Du, ob Dein Bonsai Bedarf hat, gegossen zu werden. Im Laufe der Zeit wirst Du ein Gefühl dafür entwickeln, wann der Baum bewässert werden muss, ohne es mit dem Finger fühlen zu müssen.

Wie gieße ich meinen Bonsai Baum?

Du musst sehr vorsichtig beim Gießen sein, da sich in den Bonsaischalen sonst schnell Staunässe bilden können. Beim Gießen solltest Du immer Wasser, das wenig Kalk enthält oder schon ein paar Tage abgestanden ist, verwenden. Falls Du nicht häufig genug zum gießen kommst, hilft Dir eine Erdmischung, die das Wasser und somit die Feuchtigkeit länger speichert. Solltest Du jedoch häufig Zeit für das Gießen der Bonsai haben, kannst Du eine Erdmischung verwenden, die schneller abtrocknet.

Bonsai düngen

Wie kann ich meinen Bonsai düngen?

Während der Wachstumsphase zwischen Frühjahr und Herbst, braucht die Bonsai Pflanze ebenmäßig Nährstoffe. Demnach wird nur in der Wachstumszeit vom Frühjahr bis zum Herbst gedüngt. Sobald sich die Knospen öffnen, beginnt man mit dem Düngen.

Ab da solltest Du die Pflanze ungefähr alle 2 Wochen düngen. Spezialfälle sind frisch umgetopfte Pflanzen und blühende Sorten.

Im Winter stellen die meisten Bonsaipflanzen ihr Wachstum fast komplett ein. Daher ist ihr Nährstoffbedarf reduziert. Aus diesem Grund solltest Du sie nur noch alle 4 bis 6 Wochen düngen. Wichtig ist zu beachten, dass Du nicht auf einem trockenen Boden düngst, da die Düngerlösung sonst die feinen Wurzelspitzen verbrennt.

Es wird also erstmal ausreichend gewässert und dann ungefähr eine Stunde später, gedüngt.

Bei der Bonsai Pflege sollstest Du einen speziellen organischen Dünger verwenden. Diesen Dünger bezeichnet man auch als einen traditionellen (japanischen-) Pflanzendünger. Die darin enthaltenen Nährstoffe von den Wurzeln, die direkt aufgenommen werden können, eignen sich besonders gut. Wichtig ist zu beachten, dass dieser einen möglichst geringen Salzanteil enthält. Mit diesem Dünger solltest Du, wie schon erwähnt, im Frühjahr beginnen und die Pflanze anschließend 1 mal wöchentlich mit Nährstoffen versorgen.

Die richtige Erde für die Bonsai Pflege

Welche ist die richtige Bonsai Erde?

Neben dem Standort und dem Dünger ist auch das richtige Substrat wichtig für eine gute Bonsai Pflege, da es die kleinen Pflanzen mit Nährstoffen ausstattet. Hier ist es wichtig, dass die Erde das Wasser gut aufnehmen und speichern kann. Denn nur so ist die Bonsai Art, die Du bei Dir zu Hause hast, immer ausreichend mit Feuchtigkeit ausgestattet.

Falls überschüssiges Wasser vorhanden ist, solltest Du dieses immer ablaufen lassen, damit die Wurzeln Deiner Bonsai Pflanze nicht faulen. Die Körnung der Erde sollte etwas größer sein, um für eine gute Sauerstoffzufuhr zu sorgen. 

Die wichtigsten Zutaten für Deine eigene Substratmischung

  • Akadama 
  • Bimskies
  • Lavagranulat 
  • Humuserde
  • feiner Kies 

Bonsai brauchen eine besondere Erdmischung. Meistens sind sie zur Hälfte aus Akadama-Erde und zu jeweils 1/4 aus feinem Kies und Humuserde. Einige dieser Materialien sind möglicherweise in Deiner Region nicht verfügbar. Jedoch kannst Du bei dringendem Bedarf, nach einer Beratung im Fachgeschäft zugreifen.

Auf die folgenden Substrate, die früher noch empfohlen wurden, solltest Du verzichten

  • Jede Art von natürlicher Erde
  • Gartenerde und Kompost
  • Steine und Sand 

Herkömmliche Bäume wachsen zwar in natürlicher Erde und Sand, für die kleineren Bonsai Pflanzen ist das kein geeigneter Nährboden. Die meisten Substrate (Erdmischungen) können frei nach Wahl gemischt werden. Dabei lassen sich kaum Unterschiede erkennen. Solange die Erdmischung (Substrat) keine organischen Bestandteile enthält, kann man sie wiederverwenden. Ein „perfektes Bonsai-Substrat“ gibt es nicht. Jedoch zeichnet sich ein modernes Substrat dadurch aus, dass es besonders wasserdurchlässig ist, damit das Wasser verlässlich abfließen kann. Da ein modernes Substrat keine Erde enthält, die das Wasser über einen entsprechenden Zeitraum speichert, trocknet diese schneller aus und man muss öfter am Tag gießen. 

Bonsai umtopfen

Wie kann ich meinen Bonsai umtopfen?

Das Umtopfen spielt eine große Rolle bei der Bonsai Pflege denn nur dadurch kann der Bonsai mit frischer Erde versorgt werden.

Die beste Zeit zum Umtopfen ist das Frühjahr, wenn der Baum noch in der Winterruhe ist. Wie häufig ein Bonsai umgetopft werden soll und ob überhaupt umgetopft werden muss, ist abhängig von der Größe der Schale und der Baumart. So sollten beispielsweise junge und schnell wachsende Bäume alle ein bis zwei Jahre umgetopft werden, ältere Bäume nur noch alle drei bis fünf Jahre.

Man sollte am besten in jedem Frühjahr prüfen, ob die Bonsai Pflanze umgetopft werden muss. Hierzu nimmt man den Bonsai aus der Schale und schaut ob die Wurzeln am Ballen im Kreis wachsen. Ist das der Fall, dann muss der Bonsai umgetopft werden. Falls die Wurzeln jedoch noch in der Erde sind, kann man auf das Umtopfen verzichten. Wenn man den Bonsai umtopft, kann man dieselbe Bonsai Schale erneut verwenden und lediglich die Erde austauschen.

Beim Umtopfen zieht man zunächst einen Fixierdraht durch die Löcher, so dass die Enden im inneren an den oberen Schalenrand führen. Anschließend verwendet man kleine Kunststoffnetze, um die Abzugslöcher in der Schale zu bedecken. Daraufhin bedeckt man diese mit einer dünnen Schicht Bonsai Erde. Man nimmt dieselbe Erde und füllt die Zwischenräume der Wurzeln damit und befeuchtet diese. Jetzt kann man den Wurzelballen auf die Erde in der Bonsaischale legen. Zum Schluss füllt man eine weitere Schicht Erde nach. Beachte, dass man nach dem Umtopfen die Bonsai Pflanze gießt.

Bonsai schneiden

Wie schneide ich meinen Bonsai?

Durch das Beschneiden hält man den Bonsai einerseits davon ab, in die Höhe zu wachsen, andererseits beeinflusst man so auch wesentlich die Wuchsform. Es gibt viele verschiedene Grundformen, zwischen denen man sich entscheiden kann. Man sollte den Bonsai grundsätzlich im Mai oder im Juni schneiden, um die Form und die Wuchsrichtung zu erhalten oder anzupassen. 

Neben dem Formschnitt, der die Äste und Zweige betrifft, empfiehlt sich bei einigen Baumarten auch der Blattschnitt. Die nachwachsenden Blätter sind kleiner und passen dadurch besser zum kleinen Baum. Bei stark wachsenden Bonsai Sorten kann man sie, falls notwendig, auch im Verlauf des Sommers erneut kürzen. 

Für das schneiden der Pflanze sollte man immer ein spezielles Bonsai-Werkzeug verwenden. Zum Schneiden der Blätter eignen sich Bonsai Scheren, für Äste und Wurzeln kann man zu Bonsai-Zangen greifen. 

Man nimmt den Bonsai aus seiner Schale und mithilfe einer Wurzelkralle kann man anschließend das Wurzelwerk entwirren. Verwende zum anschließenden Beschneiden eine Bonsai Zange. Mit dieser kürzt Du die Wurzeln so weit zurück, dass die Krone und die Wurzel des Bonsai etwa den gleichen Umfang haben. 

Die kleinen Äste kann man anschließend ganzjährig abschneiden. Bei Ästen, die nicht ganz entfernt werden, sondern nur in Ihrer Wuchsrichtung beeinflusst werden sollen, wird der Schnitt ein kleines Stück oberhalb einer Knospe angesetzt, die in die gewünschte Wuchsrichtung zeigt.  Zum Schluss ist noch zu wissen, dass man den Bonsai so beschneidet, dass nur die Äste übrig bleiben, die man für die Form haben möchte.

Bonsai Schädlinge bekämpfen

Wie bekämpfe ich Bonsai Schädlinge?

Die Bonsai Pflanze wird meist nur von Schädlingen wie Ameisen, Raupen, Blattläusen oder Rüsselkäfern befallen, wenn sie nicht gesund ist. Um die Pflanze gesund zu halten sollte man stets für die optimale Flüssigkeitsversorgung sorgen und den richtigen Dünger verwenden. 

Solange ein Bonsai nicht ausgetrieben ist, kann man ihn gegen viele tierische Schädlinge mit einem Winterspritzmittel behandeln. Damit es zu keinerlei Ansteckung kommt, sollte man kranke von gesunden Pflanzen entfernen.

Falls ein Virus- oder Pilzbefall dem Baum schadet, muss man sofort die betroffenen Äste entfernen und ein Fungizid verwenden. Ungiftig und unschädlich für die Umwelt ist Weißöl. Das Öl verstopft die Atemöffnungen verschiedener Läuse und Milben. Vor allem lassen sich Schildläuse und Spinnmilben auf diese Weise langfristig bekämpfen. 

Auch eine Behandlung mit den schnell und systemisch wirkenden Spritzmitteln kann von Vorteil sein. Bei diesen Mitteln wird der Wirkstoff von der Pflanze aufgenommen und wirkt so auch an Stellen, die nicht direkt bei der Behandlung getroffen wurden.

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